Leif Fors, der Gründer von Fors Mekaniska Werkstad (Fors MW), war ein wahrer Unternehmer. Wie so oft bei Unternehmern war seine Leidenschaft weniger dem Endziel gewidmet als dem Weg, auf dem man es erreicht. Vielleicht deswegen arbeitete sein Unternehmen in so vielen verschiedenen Branchen; im Bauwesen, aufgrund von Leif Fors‘ umfangreicher Erfahrung in der Bauindustrie, in der Hundeführung auf großen ländlichen Anwesen während der Jagdsaison oder auf einem Steinbruch in Portugal, um nur einige zu nennen.
„Die Geschichte von Fors MW ist die Geschichte eines wahren Unternehmers“
Am Ende der 1980er-Jahre hätte sich Leif nie vorstellen können, dass ein Maschinenbetrieb der Ausgangspunkt auf dem Weg zur Gründung eines der größten Herstellerwerke für Forst- und Landwirtschaftsmaschinen Europas in Estland sein würde. Leif erzählte, wie alles begann: „Ende der 80er-Jahre bestieg ich eine Fähre nach Estland. Hauptimpuls für die Fahrt war reine Neugierde und eine gute Portion allgemeines Interesse. Aber die Entbehrungen der Menschen, die ich nur 400 Kilometer von der schwedischen Küste entfernt sah, trafen mich sehr.
 
Ich konnte davor nicht einfach die Augen verschließen, sie mit einem Achselzucken abtun und nach Hause fahren. Als eingefleischter Unternehmer fühlte ich mich verpflichtet, etwas zu unternehmen. Ich beschloss, dazubleiben und bin seitdem nie wieder richtig heimgekehrt. Ich sah Entbehrungen, aber auch Chancen. Eine Chance für mich persönlich, mir eine Zukunft aufzubauen, aber auch die Chance, mich zu engagieren, etwas zu verändern und anderen eine Zukunft zu bieten.“ Fors MW wurde 1992 gegründet und ist das älteste schwedische Unternehmen in Estland.
 
Leif fuhr fort: „Das Unternehmen fing an, alles Mögliche von Kreissägen bis zu Kerzenständern herzustellen, aber das Geschäft was so lala.“ Durch mein Interesse am Forstwesen kam mir die Idee, einen Forstwagen herzustellen.“ Gesagt, getan: Das Werk baute den ersten FARMA-Wagen. Am Anfang war die Qualität nicht der Rede wert, aber der Preis war wegweisend. Zum ersten Mal konnten sich kleine Forstbesitzer die Anschaffung eines Forstwagens leisten, und die Verkaufszahlen gingen bald in die Höhe. Damals wurde FARMA nur in einem Modell hergestellt; heute ist FARMA einer der meistverkauften Forstwagen Europas und wird in einem breiten Angebot an Modellen geliefert, die sich fast unendlich variieren lassen.  Das liegt nicht an einer sonderlich einzigartigen Eigenschaft, sondern daran, dass wir es verstanden haben, bei gleichbleibend hoher Produktqualität einen niedrigen Einzelpreis zu halten.
 
Leif sagte: „Die Wälder gefielen mir schon immer, und das brachte naturgemäß ein reges Interesse an Land und Boden mit sich. Es war aufregend, Anfang der 90er-Jahre meine eigene Forst- und Landwirtschaft in Estland aufzubauen. Heute umfasst der Hof eine zusammenhängende Fläche von 1.357 ha, davon 900 ha Wald. Welchen Forstwagen ich wählte, war klar, und im Lauf der Jahre wurden die Produkte von Fors MW intensiv auf dem Hof erprobt. Oft kam es vor, dass ich montagmorgens nach einem Wochenende harter Arbeit auf dem Hof ins Werk kam und frustriert alle Mitarbeiter heranzog, um irgendeinen Fehler zu beheben, etwa einen falsch montierten Zylinder. Aber wir haben dabei viel dazugelernt. Wir haben gelernt, unsere Produkte im praktischen Betrieb zu testen.“

Heute ist Fors MW ein erfolgreiches Unternehmen mit hunderten Mitarbeitern, Niederlassungen in Schweden und China und drei marktführenden Marken: FARMA, BIGAB und FARMA-N (ehemals NIAB). Fors MW hat so manches erlebt und überlebt, vom estnischen Bankenkrach 1997, der uns fast in Konkurs gehen ließ, bis zu einer Februarnacht im Jahr 2006, als um fünf Uhr morgens der mit dem Handy verbundene Feueralarm losging. „Ich fuhr in Windeseile zum Werk und sah mein Lebenswerk in Flammen aufgehen“, erinnerte sich Leif. Der Brandschaden war so umfangreich, dass er als das größte Industriefeuer Estlands in die Geschichte einging.
 
Rückblickend stellen sich Krisen oft als die besten Lehrmeister heraus. Und um nach dem Brand zum normalen Betrieb zurückzukehren, musste gut geplant werden. Der Wiederaufbau kostete viel Aufwand, aber dieser wurde ausgeglichen mit unserem Engagement, der Marktnachfrage und dem, was von unseren Produkten erwartet wird, zu genügen. Das Ergebnis war die rasche Erholung des Unternehmens. Wir vermochten es, das Gleichgewicht zu halten zwischen Wiederaufbau und Produktinnovation und -entwicklung, denn diese hat Fors MW von Anfang an leidenschaftlich angetrieben. 
Bei Fors MW was Produktentwicklung schon immer unsere Leidenschaft. Wir sind stets um Verbesserungen bemüht und werden auch dabei bleiben. Wir glauben, Leif wäre stolz darauf, wie wir heute aufgestellt sind, wenn er noch unter uns wäre. Leider verstarb Leif Fors im April 2015 nach mehreren Jahren Kampf gegen den Krebs. 
 
Unsere Geschichte hat uns gelehrt, der Zukunft mit Achtung zu begegnen. Wir wissen, dass allerlei passieren kann, wir wissen, dass man nie besser ist als die letzte Entwicklung oder der letzte Kundenkontakt. Verfolgen Sie unsere weitere Entwicklung auf unserem Blog bei www.forsmw.blogspot.com und auf den sozialen Medien.

Leif Fors,

Gründer von Fors MW

*Wir trauern um Leif Fors, der im April 2015 nach jahrelangem Kampf gegen seine Krebserkrankung verstorben ist. Fors MW wird seit dem Tod durch eine Stiftung geleitet.
KONTAKT
AS FORS MW
Tule 30
76505 Saue
Estonia
Växel: +3726790000
Fax: +3726790001
info@forsmw.com
Org. no: 10094723
VAT no: EE100189685
UNTERSTÜTZEN
Kontaktinformationen:
Telefon: +46(0)11165770
Fax: +46(0)11128370
aftermarket@forsmw.com
AS FORS MW @ 2016 | Cookies